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Soziale Bindungen

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Es existieren keine tieferen Bindungen mit anderen Menschen, die unumschr nkt und alleine auf einen Vertrauensvorschuss eingegangen werden und genau dieses Vertrauen muss zunächst erworben werden. Bischof (1985) unterscheidet hierbei drei verschiedene Arten von Vertrautheit die durch drei Einschnitte in der Entwicklung (=sensible Phasen) gekennzeichnet sind. Die erste dieser drei Phasen nennt sich die primäre Phase und beschreibt das Vertrauen des Kleinkindes zu den Pflegepersonen. Die sekundäre Vertrautheit beginnt mit der Adoleszenz und zeigt sich in der Ablösung vom bis zum  berdruss vertrauten hin zu einzelnen Personen außerhalb der Familie mit denen Freundschaft, eheliche oder eheartige Intimpartnerschaften eingegangen werden. Dritte und letzte Phase ist die tertiäre Vertrautheit die sich in der Beziehung der Mutter, in guten Familien auch des Vaters, zum Kind wiederspiegelt. Der Anthropologe und Evolutionsbiologe Lovejoy erkannte 1981, dass die Herausbildung der Kernfamilie (monogame Paarbildung) zu den entscheidenden verhaltensbiologischen Wurzeln der Evolution des Menschen zählt . Auch Eibl- Eibesfeldt sah in der Brutpflege und der Entwicklung persönlicher Bindungen innerhalb der Brutpflege zwei  Sternstunden  der Verhaltensevolution die Liebe und Freundlichkeit in die Welt brachten. Nun ist diese Vertrautheit innerhalb der Familie die Voraussetzung für Entwicklung und Bildung der sekundären Vertrautheit, und Grundlage für die Fähigkeit auch Fremden außerhalb der Familie mit Vertrauen gegen bertreten zu können. Doch Bindungsf higkeit an Gleichaltrige und vormals Fremde scheint auch eigenst ndige evolutionstheoretische und ontogenetische Wurzeln zu haben. Nun ist sowohl bei der Anschlussmotivation als auch bei der Intimitätsmotivation das vorrangige Ziel das Gewinnen, Aufrechterhalten und Vertiefen sekund rer Vertrautheit mit ursprünglich fremden Erwachsenen au erhalb der vertrauten Familie. Anschlussmotivation Es gibt sehr verschiedene Ziele die durch das Kn pfen und Aufrechterhalten sozialer Beziehungen verfolgt werden können, zum Beispiel Eindruck machen, andere beherrschen, Hilfe suchen oder geben und viele mehr. Mit Anschluss (Kontakt, Geselligkeit) sind soziale Interaktionen gemeint die allt glich und zugleich fundamental sind, nä mlich mit bislang fremden oder wenig bekannten Menschen Kontakt aufzunehmen und den Umgang miteinander so zu gestallten, dass er für beide Seiten als befriedigend und anregend erlebt wird. Dazu muss der Anschlusssuchende seinen Kontaktwunsch zu erkennen geben und ihn in den Augen der Anschlussperson auch attraktiv erscheinen lassen. Hierzu sollte der er einen gewissen Gleichklang im Erleben herstellen der zur Interaktion anregt und für die Anschlussperson als lohnend empfunden wird. Ziel ist es eine wechselseitige Beziehung aufzubauen in der sich beide Partner akzeptiert, freundlich bejaht, sympathisch gefunden, gerne gemocht wenn nicht sogar geliebt fühlen. (zwei verwandte sozialpsychologische Ansätze)
  
Die Kunst der Selbstmotivierung. Neue Erkenntnisse der Motivationsforschung praktisch nutzen
von Jens U. Martens
Siehe auch:
Sofortwissen kompakt. Selbstmotivation pur: Moti...
Einstellungen erkennen, beeinflussen und nac...
Selbstmanagement - ressourcenorientiert. Grundlag...
Selbstmanagement
 
   
 
     
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